Eberhard Hartung, Pharmazeutische Entwicklung
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Anti-Kalium Na

Anti-Kalium Na -

Anti-Kalium Na ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel. Nähere Informationen zu diesem Produkt entnehmen Sie bitte der Packungsbeilage.

Packungsbeilage

Anti-Kalium Na

12 g Poly(styrol-co-divinylbenzol)sulfonsäure (92:8), Natriumsalz/15 g Granulat
Poly(styrol-co-divinylbenzol)sulfonsäure (92:8), Natriumsalz
 

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme / Anwendung
dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

  • Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
  • Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
  • Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

 

Was in dieser Packungsbeilage steht
1. Was ist Anti-Kalium Na und wofür wird es angewendet?
2. Was sollten Sie vor der Einnahme/Anwendung von Anti-Kalium Na beachten?
3. Wie ist Anti-Kalium Na einzunehmen/anzuwenden?
4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
5. Wie ist Anti-Kalium Na aufzubewahren?
6. Inhalt der Packung und weitere Informationen


1. Was ist Anti-Kalium Na und wofür wird es angewendet?

Anti-Kalium Na ist ein Arzneimittel zum Einnehmen oder zur rektalen Anwendung nach Suspendieren zur Behandlung
eines erhöhten Serum-Kaliumspiegels.


Anti-Kalium Na wird angewendet zur Behandlung erhöhter Serum-Kaliumspiegel (Hyperkaliämie).


2. Was sollten Sie vor der Einnahme/Anwendung von Anti-Kalium Na beachten?

Anti-Kalium Na darf nicht eingenommen/angewendet werden,
  • wenn Sie allergisch gegen Poly(styrol-co-divinylbenzol)sulfonsäure (92:8), Natriumsalz oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
  • bei Hypokaliämie.
  • bei Serumkaliumspiegel kleiner als 5 mmol/l.
  • bei Hypernatriämie.
  • bei erheblicher Natriumretention.
  • bei stenosierenden Darmerkrankungen.
  • bei eingeschränkter Darmmotilität.

Bei stark erhöhtem Blutdruck sollte Anti-Kalium Na wegen der erhöhten Natriumaufnahme nur mit entsprechender
Vorsicht und unter begleitender Kontrolle eingenommen werden.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Anti-Kalium Na einnehmen/anwenden.

Vor der Anwendung von Anti-Kalium Na sind der Elektrolyt- und Säure-Basen-Status, der Herzrhythmus und die
Nierenfunktion zu kontrollieren. Diese Parameter sind während der Therapie zunächst in kürzeren, später in längeren
Abständen zu überwachen. Sobald der Serum-Kalium-Spiegel 5 mmol/l erreicht hat, ist Anti-Kalium Na abzusetzen.

Vorsicht ist angebracht bei gleichzeitiger Gabe von Digitalis, Schleifen- und Thiaziddiuretika.

Zur Vermeidung einer Hypokalzämie sind über mehrere Tage Messungen der Calciumspiegel erforderlich und
gegebenenfalls ist ein Calciumausgleich notwendig.
Wenn mit Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe gerechnet werden muss, ist eine sorgfältige Überprüfung der
Flüssigkeitsbilanz mit Drosselung der Flüssigkeitszufuhr angezeigt.
Vorsicht bei drohender oder bestehender akuter Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz). In derartigen Fällen ist die
Flüssigkeitsaufnahme insgesamt einzuschränken.

Vorsicht bei chronischem und akutem Nierenversagen; Gefahr der Flüssigkeitsansammlung im Gewebe
(Ödembildung), von Bluthochdruck (Hypertonie) und Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) durch Rückhaltung des
beim Austauschvorgang frei gewordenen und aufgenommenen Natriums. Eine tägliche Kontrolle des Natriumspiegels
ist angezeigt.

Bei stark erhöhtem Blutdruck sollte Anti-Kalium Na wegen der erhöhten Natriumaufnahme mit entsprechender
Vorsicht genommen werden.

Da das Austauscherharz keine absolute Selektivität für Kalium aufweist, besteht die Möglichkeit einer Hypomagnesiämie.
Die Elektrolytspiegel sollten kontrolliert werden. Magnesiumhaltige Abführmittel sind zu vermeiden.

Beim Auftreten von klinisch bedeutsamer Obstipation sollte die Behandlung mit Anti-Kalium Na bis zur Normalisierung
der Verdauung unterbrochen werden.

Sie sollten Anti-Kalium Na möglichst in sitzender Haltung einnehmen, um das Einatmen von Partikeln des Poly(styrolco-
divinylbenzol)sulfonsäure (92:8), Natriumsalzes in die Lunge (Aspiration) zu vermeiden, was zu Komplikationen in
Bronchien und Lunge führen kann.
Die Wirkung von Kationenaustauscherharzen wie Anti-Kalium Na setzt mit zeitlicher Verzögerung ein. Bei der
Behandlung einer lebensbedrohlichen Hyperkaliämie stehen daher sofort wirksame therapeutische Maßnahmen
(Glucose/Insulin, Calciumgluconat, NaHCO3) im Vordergrund.

Kinder
Für die Anwendung von Anti-Kalium Na gibt es keine Altersbeschränkung.
Anti-Kalium Na sollte bei Neugeborenen nicht oral verabreicht werden.

Bei Neugeborenen und Kindern sollte die rektale Verabreichung nur mit besonderer Vorsicht erfolgen, da eine
Überdosierung oder unzureichende Verdünnung zu einer Ablagerung des Harzes im Darm führen können.

Bei Frühgeborenen und Neugeborenen mit geringem Geburtsgewicht sollte aufgrund des Risikos von Blutungen des
Verdauungstraktes und Nekrosen des Dickdarms die rektale Verabreichung nur mit besonderer Vorsicht erfolgen.
Weiterhin ist die Belastung mit Natrium zu beachten.

Einnahme/Anwendung von Anti-Kalium Na zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere
Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anwenden.

Wegen der Möglichkeit der Entstehung von Nekrosen und anderen schwerwiegenden Nebenwirkungen im
Gastrointestinaltrakt (mit Perforationen bis hin zu fatalen Verlaufen) sollte bei der Einnahme von Anti-Kalium Na
sowohl bei der oralen als auch bei der rektalen Anwendung nicht zusätzlich Sorbitol angewendet werden (siehe auch
Abschnitte 4.2, 4.4 und 4.8).

Bei gleichzeitiger Gabe von Digitalispräparaten ist zu berücksichtigen, dass der gesenkte Kaliumspiegel die Wirkung
der Herzglykoside und insbesondere deren Nebenwirkungen verstärkt.

Die gleichzeitige Gabe von Schleifen- oder Thiaziddiuretika erhöht die Möglichkeit einer unerwünschten Hypokaliämie
(erniedrigte Kaliumkonzentration im Blut).
Wechselwirkungen mit anderen Elektrolyten und dem Wasser- sowie dem Säure-Basen-Haushalt sind zu erwarten.
Kationen spendende Mittel können die Kalium bindende Wirksamkeit des Harzes verringern.

Anticholinergika hemmen die Darmmotilität (Beweglichkeit des Darmes) und erhöhen dadurch das Risiko von
Nebenwirkungen im Magen-Darm-Bereich (gastrointestinale Nebenwirkungen).
Die gleichzeitige Einnahme von Anti-Kalium Na und aluminium-, magnesium- oder calciumhaltigen Antacida und
Laxanzien kann zum Auftreten einer metabolischen Alkalose führen. Die Einnahme sollte daher in ausreichendem
zeitlichen Abstand erfolgen.

Anti-Kalium Na vermindert die Wirksamkeit von tetracyclin- und eisenhaltigen Arzneimitteln. Müssen diese Arzneimittel
zusammen mit Anti-Kalium Na eingenommen werden, so sollte dies in einem zeitlichen Abstand von mindestens 2
Stunden geschehen.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Aluminiumhydroxid und Poly(styrol-co-divinylbenzol)sulfonsäure (92:8), Natriumsalz
wurde ein Ileus aufgrund von Aluminiumhydroxidkonkrementen beobachtet.

Eine verringerte Absorption von Lithium ist möglich.

Die gleichzeitige Anwendung mit anderen oralen Arzneimitteln wird nicht empfohlen. Anti-Kalium Na kann andere oral
angewendete Arzneimittel binden, wodurch deren gastrointestinale Resorption und Wirksamkeit vermindert werden
kann. Aufgrund dessen ist bei oraler Anwendung u. a. folgender Arzneimittel Vorsicht geboten:
  • Lithium
  • Levothyroxin
 
Es ist ein zeitlicher Abstand zwischen der Anwendung von Anti-Kalium Na und anderen oralen Arzneimitteln einzuhalten
(siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).

Einnahme/Anwendung von Anti-Kalium Na zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Für die Dauer der Behandlung mit Anti-Kalium Na empfiehlt sich eine kaliumarme Diät: Sie sollten z.B. Fruchtsäfte,
Bananen, Aprikosen, alle getrocknete Früchte und Nüsse meiden.

Schwangerschaft und Stillzeit
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu
werden, fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Anti-Kalium Na gelangt nur in sehr geringem Umfang in den Blutkreislauf.
Es liegen jedoch keine klinischen Daten zu einer Anwendung von Anti-Kalium Na in der Schwangerschaft und Stillzeit
vor.
Aus Gründen der Vorsicht soll Anti-Kalium Na in der Schwangerschaft und Stillzeit nicht eingenommen werden, es sei
denn, Ihr behandelnder Arzt hält eine Einnahme/Anwendung von Anti-Kalium Na für eindeutig notwendig.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Es sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.

Anti-Kalium Na enthält Aspartam und Sorbitol
Aspartam als Quelle für Phenylalanin kann schädlich sein, wenn Sie eine Phenylketonurie haben.
Dieses Arzneimittel enthält Sorbitol. Bitte nehmen Sie Anti-Kalium Na daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein,
wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter Zuckerunverträglichkeit leiden.


3. Wie ist Anti-Kalium Na einzunehmen/anzuwenden?

Nehmen/Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach
der mit Ihrem Arzt oder Apotheker getroffenen Absprache ein/an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach,
wenn Sie sich nicht sicher sind.
 

Die empfohlene Dosis beträgt:
Anti-Kalium Na kann zum Einnehmen oder zum Einlauf in den Darm angewendet
werden. 1 Beutel enthält 15 g Anti-Kalium Na, Granulat. Die Dosierung sollte individuell und nach täglicher Kontrolle
der Serum-Kaliumspiegel festgelegt werden.


Erwachsene:  zum Einnehmen: 1-4 mal täglich je 15 g (1 Beutel)
                       zum Einlauf in den Darm: 1-2 mal täglich je 30 g (2 Beutel)
Einnahme/Anwendung bei Kindern
Kinder:           zum Einnehmen: 0,5-1 g/kg Körpergewicht und Tag
                      (entsprechend 5-10 g Anti-Kalium Na, Granulat über den Tag verteilt einnehmen)

Anti-Kalium Na sollte bei Neugeborenen nicht oral verabreicht werden.

Zum Einnehmen
Ca. 15 g Anti-Kalium Na, Granulat (entsprechend 1 Beutel) in ca. 100 ml Flüssigkeit (Wasser, Milch, Kaffee oder Tee)
aufrühren und sofort trinken oder unaufgelöst mit Süßspeisen sofort verzehren, um einen sandigen Geschmack des
aufgelösten Granulats zu vermeiden.
Nicht mit verdünnten Fruchtsäften (hoher Kaliumgehalt) einnehmen und nicht damit nachspülen!
Zur Geschmacksverbesserung kann Honig, Sirup, Zucker, Süßstoff etc. dem Getränk zugesetzt werden.
Die Applikation von Anti-Kalium Na hat mit mindestens 3 Stunden Abstand vor oder nach anderen oralen Arzneimitteln
zu erfolgen. Bei Patienten mit Gastroparese (Magenlähmung) sollte ein zeitlicher Abstand von 6 Stunden in Betracht
gezogen werden.

Dem Austauscherharz darf kein Sorbitol beigefügt werden.

Zum Einlauf in den Darm
Zum Einlauf in den Darm werden 30 g Anti-Kalium Na (2 Beutel) in 150 bis 250 ml Flüssigkeit (Wasser oder 10 %ige
wässrige Glukoselösung) körperwarm gegeben. Der Patient soll das Klysma möglichst lange halten. Die optimale
Verweildauer ist mindestens 9 Stunden. Ist dies nicht möglich, sollte das Klysma mit der gleichen Menge Substanz
häufiger wiederholt werden. Um Anti-Kalium Na zu entfernen, sollte anschließend eine Darmspülung mit ca. 2 l
körperwarmem Leitungswasser vorgenommen werden (u.a. zur Vermeidung von Darmverstopfung (Obstipation)).

Dem Austauscherharz darf kein Sorbitol beigefügt werden.

Wegen der besseren Wirksamkeit ist die Einnahme dem Einlauf vorzuziehen. Der Einlauf hat jedoch den Vorteil des
schnelleren Wirkungseintritts, so dass es sich zu Beginn der Behandlung empfehlen kann, beide Anwendungsarten
zu nutzen.

Bei Neugeborenen und Kindern sollte die rektale Anwendung von Anti-Kalium Na nur unter besonderer Vorsicht
erfolgen.
Zur Anwendung bei Kindern und Neugeborenen sollte Anti-Kalium Na in 10 %iger wässriger Dextroselösung gelöst
werden. Zur Entfernung des Harzes sollten wie bei Erwachsenen Darmspülungen mit warmem Leitungswasser
vorgenommen werden.

Dauer der Anwendung
Die Behandlungsdauer richtet sich nach dem Kaliumspiegel im Blut, dessen Bestimmung täglich erfolgen muss.
Sobald der Kaliumwert 5 mmol/l unterschreitet, ist das Präparat abzusetzen.

Für die Dauer der Behandlung mit Anti-Kalium Na empfiehlt sich eine kalium- und natriumarme, aber kalorienreiche
Diät.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Anti-Kalium
Na zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge von Anti-Kalium Na eingenommen/angewendet haben, als sie sollten
Bei Überdosierung infolge eines erniedrigten Serum-Kalium-Spiegels (Hypokaliämie) kann es zu neuronalen und
muskulären Symptomen wie Reizbarkeit, Verwirrtheitszustände, verzögerte Denkprozesse, Muskelschwäche,
Reflexminderung, Lähmungserscheinungen, Apathie, Bewusstseinsstörungen und Atemlähmung (Apnoe) kommen.
Ferner kann es zu Symptomen, die den Magen-Darm-Bereich betreffen, wie Appetitlosigkeit, Stuhlverstopfung
sowie Herz- und Gefäße betreffende Symptome wie Herzrhythmusstörungen (Tachykardie, Extrasystolen) und EKG-Veränderungen kommen. Ferner kann es zu Darmverschluss (Ileus) kommen.
Infolge eines erniedrigten Kalziumspiegels (Hypokalzämie) kann es zu gesteigerter neuronaler Erregbarkeit sowie
Verkrampfung (hypokalzämische Tetanie) kommen.
Infolge eines zu hohen Natriumspiegels (Hypernatriämie) kann es zu Wasseransammlung (Ödembildung), Zurückhaltung
von Salz und Wasser im Körper, schwerem Bluthochdruck (Hypertonie) und Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz)
kommen. Bei Überdosierung ist die Entfernung von Anti-Kalium Na aus dem Darm durch Abführmittel oder Einläufe
erforderlich. Maßnahmen zur Wiederherstellung normaler Serum-Kalium-Spiegel sind zu treffen.
In der Frühphase sollte bei großen Mengen primäre Giftentfernung erfolgen.

Wenn Sie die Einnahme/Anwendung von Anti-Kalium Na vergessen haben
Nehmen/wenden Sie nicht die doppelte Menge ein/an, wenn Sie die vorherige Einnahme/Anwendung vergessen
haben.

Wenn Sie die Einnahme/Anwendung von Anti-Kalium Na abbrechen
Sie müssen damit rechnen, dass der Kaliumwert im Blut unkontrolliert ansteigt.
Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme/Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder
Apotheker.


4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Mögliche Nebenwirkungen
Bedeutsame Nebenwirkungen oder Zeichen, auf die Sie achten sollten, und Maßnahmen, wenn Sie betroffen sind:
Wenn Sie von einer der nachfolgend genannten Nebenwirkungen betroffen sind, nehmen sie Anti-Kalium Na nicht
weiter ein und suchen Sie Ihren Arzt möglichst umgehend auf.

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)
In Einzelfällen wurden Verengungen des Darmtraktes beschrieben. Möglicherweise lag diesen Fällen eine gleichzeitig
bestehende Erkrankung oder eine ungenügende Verdünnung der Suspension zu Grunde.

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
Durchblutungsstörungen der Magen-Darm Wand (Ischämien), Darmentzündungen (Kolitis) sowie Geschwürbildungen
(Ulzerationen) und Absterben von Gewebe (Nekrosen) im Bereich des Magen-Darm-Traktes, die zu einem
Wanddurchbruch führen und tödlich verlaufen können, wurden berichtet. Die Mehrzahl der Fälle trat in Zusammenhang
mit einer zusätzlichen Anwendung von Sorbitol auf.

Zusätzliche Nebenwirkungen bei Kindern
Besonders bei Kindern wurde in seltenen Fällen (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen) massiver Stuhlverhalt
nach Einlauf (rektale Anwendung) und bei Neugeborenen Magen-Darm-Konkremente nach oraler Verabreichung
beobachtet.
Bei Früh- und Neugeborenen mit geringem Geburtsgewicht wurden unter der Anwendung von Austauscherharzeinläufen
Blutstühle beobachtet. Ein Zusammenhang mit gleichzeitig verabreichtem Sorbitol als ursächlichem Faktor kann nicht
ausgeschlossen werden.

Andere mögliche Nebenwirkungen
Nebenwirkungen durch Anti-Kalium Na sind bei kontinuierlicher Überwachung (Elektrolyte) selten beobachtet worden.

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)
Bei Einnahme kann es, abgesehen von gelegentlicher Übelkeit, Durchfall (Diarrhö), Magen-Darm-Unverträglichkeit,
Appetitlosigkeit (Anorexie) und gelegentlichem Erbrechen zu Darmverstopfung (Obstipation) kommen.

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
Eine Erniedrigung des Kaliumwertes (Hypokaliämie) sowie eine Erhöhung des Natriumwertes (Hypernatriämie) durch
einen zu starken Austausch von Kalium gegen Natrium und eine verminderte Natrium- und Wasserausscheidung sind
möglich.
Erniedrigte Magnesiumwerte (Hypomagnesiämie) und Calciumwerte (Hypokalzämie) sind ebenfalls möglich.

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)
In Einzelfällen wurden akute Entzündungen der Atemwege (Bronchitis, Bronchopneumonie) im Zusammenhang mit
dem An- oder Einatmen von Partikeln des Poly(styrol-co-divinylbenzol)sulfonsäure (92:8), Natriumsalzes beschrieben.

Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen,
die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über dem Bundesinstitut
für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn, Website:
www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen
über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.


5. Wie ist Anti-Kalium Na aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Behältnis und dem Umkarton nach ”Verwendbar bis:” angegebenen
Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel
zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.


6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Anti-Kalium Na enthält
Der Wirkstoff ist:
Poly(styrol-co-divinylbenzol)sulfonsäure (92:8), Natriumsalz

15 g Granulat enthalten 12 g Poly(styrol-co-divinylbenzol)sulfonsäure (92:8), Natriumsalz getrocknet. Der Natriumgehalt
pro Gramm Granulat beträgt 80-88 mg.

Die sonstigen Bestandteile sind:
Sorbitol (Ph. Eur.), Aspartam, Vanille-Aroma, Gereinigtes Wasser

Wie Anti-Kalium Na aussieht und Inhalt der Packung
Beigefarbenes feinkörniges Granulat in Beuteln.

Anti-Kalium Na ist in Packungen mit
20 Beutel zu 15 g (300 g Granulat)
50 Beutel zu 15 g (750 g Granulat) erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller
MEDICE Arzneimittel Pütter GmbH & Co. KG
Kuhloweg 37
58638 Iserlohn,
Tel.: 02371/937-0
Fax: 02371/937-106
E-mail: info@medice.de
www.medice.de

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Dezember 2018.

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