Eberhard Hartung, Pharmazeutische Entwicklung
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Eberhard Hartung, Pharmazeutische Entwicklung
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FerMed®

FerMed® -

FerMed® ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel. Nähere Informationen zu diesem Produkt entnehmen Sie bitte der Packungsbeilage.

Gebrauchsinformationen

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

 

FerMed® 20 mg/ml

Injektionslösung / Konzentrat zur Herstellung
einer Infusionslösung

Zur Anwendung bei Erwachsenen und Kindern ab
12 Jahren.

Eisen-Sucrose-Komplex

Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Über-
wachung. Dies ermöglicht eine schnelle Identifizierung
neuer Erkenntnisse über die Sicherheit. Sie können dabei
helfen, indem Sie jede auftretende Nebenwirkung melden.
Hinweise zur Meldung von Nebenwirkungen siehe Ende
Abschnitt 4.

 

 

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig
durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses
Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige
Informationen.

 

 

• Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten
Sie diese später nochmals lesen.
• Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an
Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal.
• Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich
verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.
Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese
die gleichen Beschwerden haben wie Sie.
• Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich
an Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal. Dies
gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser
Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

 

 

Was in dieser Packungsbeilage steht
1. Was ist FerMed® und wofür wird es angewendet?
2. Was sollten Sie vor der Anwendung von FerMed®
beachten?
3. Wie FerMed® verabreicht wird
4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
5. Wie ist FerMed® aufzubewahren?
6. Inhalt der Packung und weitere Informationen
✂Informationen für medizinisches Fachpersonal

 

 

1. WAS IST FerMed® UND WOFÜR WIRD ES
ANGEWENDET?

FerMed® ist ein Antianämikum, ein Arzneimittel für die
intravenöse Behandlung von Eisenmangelzuständen bei
Erwachsenen und Kindern ab 12 Jahren.

 

FerMed® ist eine Lösung, die zur langsamen Injektion in
die Vene oder zur Herstellung einer Infusionslösung
geeignet ist.

Eine 2,5 ml Ampulle Injektionslösung / Konzentrat zur
Herstellung einer Infusionslösung enthält 50 mg Eisen,
entsprechend 781,5 – 943,5 mg Eisen(III)-hydroxid-
Sucrose-Komplex.

Eine 5 ml Ampulle Injektionslösung / Konzentrat zur
Herstellung einer Infusionslösung enthält 100 mg Eisen,
entsprechend 1563 – 1887 mg Eisen(III)-hydroxid-
Sucrose-Komplex.

Der Wirkstoff in FerMed® ist Eisen in Form von Eisen(III),
das chemisch an Sucrose (Saccharose) gebunden ist, ein
so genannter Eisen-Sucrose-Komplex.

FerMed® wird angewendet, wenn die Einnahme von
Eisenpräparaten durch den Mund nicht möglich ist oder
wenn diese Präparate nicht ausreichend wirken.


2. WAS SOLLTEN SIE VOR DER ANWENDUNG VON
FerMed® BEACHTEN?

FerMed® darf nicht angewendet werden:

  • wenn Sie allergisch (überempfindlich) gegen das
    Arzneimittel oder einen der in Abschnitt 6. genannten
    sonstigen Bestandteile sind.
  • wenn bei Ihnen in der Vergangenheit bereits schwer-
    wiegende allergische Reaktionen (Überempfindlich-
    keitsreaktionen) gegenüber anderen injizierbaren
    Eisenpräparaten aufgetreten sind.
  • wenn Sie Blutarmut haben, die nicht durch
    Eisenmangel verursacht ist.
  • wenn Sie zu viel Eisen in Ihrem Körper haben oder ihr
    Körper Eisen schlecht speichern kann (z.B. bei
    Haemochromatose, Haemosiderose).
  • wenn bei Ihnen eine Störung im Eisenstoffwechsel
    vorliegt (z.B. bei Thalassaemie oder sideroachresti-
    schen Anämien).


Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder dem medizinischen
Fachpersonal, bevor Ihnen FerMed® verabreicht wird,

  • wenn bei Ihnen Arzneimittelallergien aufgetreten sind,
  • wenn Sie unter systemischem Lupus erythematodes
    (SLE) leiden,
  • wenn bei Ihnen eine rheumatoide Arthritis besteht,
  • wenn Sie unter schwerem Asthma, Hautausschlag
    oder anderen Allergien leiden,
  • wenn Sie an einer Einschränkung der Leber- oder
    Nierenfunktion leiden,
  • wenn Sie an einer akuten oder chronischen Infektion
    leiden,
  • wenn Sie einen Folsäuremangel haben.


Bevor man Ihnen FerMed® verabreicht, wird der Arzt bei
Ihnen einen Bluttest durchführen um sicher zu stellen,
dass die Behandlung für Sie geeignet ist.

Anwendung von FerMed® zusammen mit anderen
Arzneimitteln

FerMed® darf - wie alle Eisenpräparate zur Injektion oder
Infusion - nicht gleichzeitig mit Eisenpräparaten zum
Einnehmen verabreicht werden. Wenn Sie auf ein
Eisenpräparat zum Einnehmen wechseln, dürfen Sie mit
der Einnahme erst 5 Tage nach der letzten Injektion von
FerMed® beginnen.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder das medizinische
Fachpersonal, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen /
anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet
haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige
Arzneimittel handelt, denn FerMed® kann die
Verstoffwechselung anderer Arzneimittel beeinflussen.

Schwangerschaft und Stillzeit
Schwangerschaft
FerMed® wurde nicht an schwangeren Frauen untersucht.
Es ist wichtig, dass Sie es Ihrem Arzt vor Anwendung des
Arzneimittels sagen, wenn Sie schwanger sind, wenn Sie
vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,
schwanger zu werden.
Wenn Sie während der Behandlung schwanger werden,
müssen Sie Ihren Arzt um Rat fragen.
Ihr Arzt wird entscheiden, ob Sie dieses Arzneimittel
weiter erhalten sollen oder nicht.

Stillzeit
Wenn Sie stillen, fragen Sie vor der Anwendung von
FerMed® Ihren Arzt um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von
Maschinen

FerMed® hat im Allgemeinen keinen Einfluss auf die
Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von
Maschinen. Sie könnten sich jedoch nach der
Verabreichung von FerMed® schwindelig, benommen
oder verwirrt fühlen. Sie sollten nicht Auto fahren oder
Maschinen bedienen, bis solche Beschwerden wieder verschwunden
sind.

FerMed® enthält den Zucker Sucrose (Saccharose) und
Natrium

Bitte wenden Sie FerMed® erst nach Rücksprache mit
Ihrem Arzt an, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer
Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.
In seltenen Fällen kann Sucrose schwere Überempfindlichkeitsreaktionen
hervorrufen. Eine Ampulle FerMed® zu
5 ml enthält zwischen 1,5 und 2 g Zucker (Saccharose)
entsprechend ca. 0,2 Berechnungseinheiten (BE).

FerMed® enthält Natrium, aber weniger als 1 mmol (23 mg)
Natrium pro 5 ml Ampulle, d.h., es ist nahezu „natriumfrei“.


3. WIE FerMed® VERABREICHT WIRD
Ihr Arzt oder das medizinische Fachpersonal wird Ihnen
FerMed® nur intravenös mittels Infusion oder langsamer
Injektion oder direkt über den venösen Teil des
Dialysegerätes im Rahmen einer Einrichtung geben, in der
immunallergische Ereignisse angemessen und schnell
behandelt werden können.

Nach jeder Gabe werden Sie für 30 Minuten von Ihrem
Arzt oder vom medizinischen Fachpersonal überwacht.

Wenn möglich, strecken Sie bitte nach der Injektion Ihren
Arm aus und drücken Sie auf die Einstichstelle.

FerMed® ist nicht geeignet zur Injektion in den Muskel
(intramuskuläre Injektion) oder zur Verabreichung als
Einmaldosis, bei der diejenige Eisenmenge, die Ihrem
gesamten Eisenmangel entspricht, in einer einzigen
Infusion verabreicht wird.

Dosierung
Die Dosierung von FerMed® muss von Ihrem Arzt regel -
mäßig anhand Ihrer Laborwerte individuell an Ihren Eisen -
mangel angepasst werden.

Übliche Dosierung für Erwachsene:
5 - 10 ml FerMed® (100 - 200 mg Eisen) zwei- bis dreimal
wöchentlich in Abhängigkeit des Hämoglobinspiegels.
Die Anwendung von FerMed® wurde bei Kindern nicht
ausreichend geprüft und wird daher für Kinder unter 12
Jahren nicht empfohlen.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder dem medizinischen
Fachpersonal, wenn Sie den Eindruck haben, dass
die Wirkung von FerMed® zu stark oder zu schwach ist.


Wenn eine größere Menge FerMed® verabreicht wurde
als erforderlich oder wenn die Anwendung vergessen
wurde

Mögliche Nebenwirkungen werden häufiger beobachtet,
wenn die empfohlene Dosis überschritten wird. Durch die
Anwendung von FerMed® in zu hoher Dosierung über
einen langen Zeitraum kann sich überschüssiges Eisen im
Körper anreichern und so zu einer akuten Eisenüber -
ladung führen. Wird eine Anwendung vergessen, darf
Ihnen bei der nächsten Anwendung in keinem Fall die
doppelte Dosis verabreicht werden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses
Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder
das medizinische Fachpersonal.

 

4. WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel
Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten
müssen.

 

Im Allgemeinen stellen Überempfindlichkeitreaktionen
die potenziell schwerwiegendsten möglichen Neben -
wirkungen dar. Wenn Sie kurz nach Beginn der
Behandlung Anzeichen einer Allergie bemerken:

  • wie Übelkeit, Schüttelfrost, Mundtrockenheit, Brennen
    auf der Zunge, Atembeschwerden, Hitzewallungen,
  • oder Hautreaktionen, wie Juckreiz, Rötung oder
    Nesselausschlag,

informieren Sie bitte sofort Ihren Arzt, damit die
Verabreichung der Lösung gestoppt werden kann. Es
handelt sich um eine schwerwiegende Nebenwirkung, für
die Sie sofort medizinische Hilfe benötigen.

Wenn Sie kurz nach der Verabreichung von FerMed®
Benommenheit oder Schwindel bemerken oder sich der
Ohnmacht nahe fühlen, informieren Sie bitte sofort Ihren
Arzt. Es kann sich um Anzeichen eines Blutdruckabfalls
handeln.

 

Sehr häufig (mehr als 1 Behandelter von 10):
Vorübergehende Störungen des Geschmackssinnes
(besonders metallischer Geschmack).

Häufig (1 bis 10 Behandelte von 100):
Schmerzen an der Injektionsstelle.

Gelegentlich (1 bis 10 Behandelte von 1.000):
Kopfschmerzen, Schwindel, Benommenheit, rascher
Herzschlag, Herzstolpern, niedriger Blutdruck, Kreislauf -
versagen, Verkrampfung der Bronchien, Atemnot, Übelkeit,
Erbrechen, Bauchschmerzen, Durchfall, Ver -
stopfung, Anstieg der Leberwerte, Juckreiz, Nesselsucht,
flüchtiger Ausschlag, Ausschlag, Hautrötung, Muskel -
krämpfe, Muskelschmerz, Fieber, Schüttelfrost, Hitze -
wallungen, Brustschmerzen und Engegefühl in der Brust,
Antriebslosigkeit, Reaktionen an der Injektionsstelle, wie
oberflächliche Venenentzündung, Brennen und Schwellung.

Selten (1 bis 10 Behandelte von 10.000):
Überempfindlichkeitsreaktionen, Empfindungsstörungen
der Haut (Kribbelgefühl, Brennen), Schwellung der
Gliedmaßen, Müdigkeit, SchwaÅNchegefühl, allgemeines
Krankheitsgefühl.

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren
Daten nicht abschätzbar):
Anaphylaktischer Schock, Beklemmung, Mattigkeit,
Ohnmacht, niedriger Puls, hoher Blutdruck, Schwellung
von Mund/Hals/Zunge (Angioödem), Gelenk schwel -
lungen, verstärktes Schwitzen, Rückenschmerzen,
Gelenk schmerzen, Hitzegefühl, Urinverfärbung.

 

Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich
an Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal. Dies
gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser
Packungsbeilage angegeben sind. Sie können
Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für
Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmako -
vigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn,
Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie
Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen,
dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses
Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

 

 

5. WIE IST FerMed® AUFZUBEWAHREN?
Aufbewahrungsbedingungen:
FerMed® Ampullen in der Originalpackung aufbewahren
und nicht über 25 °C lagern.

 

FerMed® Ampullen dürfen nicht eingefroren werden.

 

Hinweis auf Haltbarkeit nach Anbruch oder Zubereitung
Die Injektions- bzw. Infusionslösung sollte nach Anbruch
bzw. Zubereitung sofort verwendet werden.

 

 

Hinweis:
Wird der Inhalt der Ampulle nicht vollständig verbraucht,
ist der nicht mehr sterile Rest zu verwerfen.

 

Durch falsche Lagerung können Schwebstoffe
(Sedimente) entstehen. In diesem Fall darf FerMed® nicht
verwendet werden. Schwebstoffe sind mit dem bloßen
Auge sichtbar!

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich
auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem Verfalldatum
nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum ist auf den
Ampullen (EXP) und der Originalverpackung (Verwendbar
bis) angegeben und bezieht sich auf den letzten Tag des
angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder
Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das
Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr
verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

 

6. INHALT DER PACKUNG UND WEITERE INFOR -
MATIONEN

Was FerMed® enthält
Der Wirkstoff ist: Eisen-Sucrose-Komplex

 

1 ml Lösung enthält 20 mg Eisen.

Ampullen mit 2,5 ml Lösung:
Eine Ampulle zu 2,5 ml Injektionslösung / Konzentrat zur
Herstellung einer Infusionslösung enthält 50 mg Eisen und
entspricht 781,5 – 943,5 mg Eisen(III)-hydroxid-Sucrose-
Komplex.
Die sonstigen Bestandteile sind: 0 – 30 mg Natriumhydroxid-
Lösung (15 %) zur pH-Einstellung, 1864 – 2056 mg Wasser
für Injektionszwecke.

Ampullen mit 5 ml Lösung:
Eine Ampulle zu 5 ml Injektionslösung / Konzentrat zur
Herstellung einer Infusionslösung enthält 100 mg Eisen und
entspricht 1563 – 1887 mg Eisen(III)-hydroxid-Sucrose-
Komplex.
Die sonstigen Bestandteile sind: 0 – 60 mg Natriumhydroxid-
Lösung (15 %) zur pH-Einstellung, 3728 – 4112 mg Wasser
für Injektionszwecke.

Wie FerMed® aussieht und Inhalt der Packung
FerMed® ist eine dunkelbraune Lösung.
Eine Packung enthält 5 Ampullen zu 5 ml oder 10 Ampullen
zu 2,5 ml.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller
MEDICE Arzneimittel Pütter GmbH & Co. KG
Kuhloweg 37
58638 Iserlohn
Deutschland
Telefon: +49-(0)2371-937-0

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im
Oktober 2013.

 

 

Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:
Hinweise zur Handhabung
Die Ampullen müssen vor Gebrauch auf Sedimente und Beschädigungen geprüft werden. Es dürfen nur homogene und
sedimentfreie Lösungen verabreicht werden. Die Ampullen müssen nach Anbruch sofort verwendet werden. FerMed® darf
nur mit steriler 0,9 % (m/V) Kochsalzlösung gemischt werden. Andere therapeutische Zusätze sind nicht erlaubt.

Falls die Injektion in die Vene zu rasch durchgeführt wird, kann dies zu Blutdruckabfall führen.

Eine paravenöse Injektion von FerMed® ist zu vermeiden. Falls dies doch geschieht, muss folgendermaßen vorgegangen
werden: Wenn die Nadel noch steckt, ist mit wenig physiologischer Kochsalzlösung 0,9 % (m/V) zu spülen. Zur
Beschleunigung der Eisenelimination und um die Verteilung des Eisens zu verhindern, wird vorsichtig (nicht einmassieren)
ein(e) Mukopolysaccharid-Creme oder Gel auf die Injektionsstelle aufgetragen.

FerMed® sollte nur dann angewendet werden, wenn der Eisenmangel durch geeignete Laboranalysen gesichert festgestellt
wurde (z.B. Ferritin-Blutspiegel; Hämoglobin; Hämatokrit oder Erythrozytenzahl und die daraus berechneten Kenngrößen
MCV, MCH und Transferrinsättigung (TSAT)).

Art der Anwendung
FerMed® ist nicht geeignet zur intramuskulären Injektion oder zur Verabreichung als Einmaldosis, bei der die gesamte
Eisenmenge, die dem Gesamteisendefizit entspricht, in einer einzigen Infusion verabreicht wird.

Während und nach jeder Anwendung von FerMed® müssen die Patienten sorgfältig auf Anzeichen oder Symptome von
Überempfindlichkeitsreaktionen überwacht werden.

FerMed® sollte nur angewendet werden, wenn in der Erkennung und Behandlung anaphylaktischer Reaktionen geschulte
Fachkräfte unverzüglich verfügbar sind und die kardio-pulmonale Reanimation durch eine entsprechende Ausrüstung
sichergestellt ist. Der Patient sollte für mindestens 30 Minuten nach jeder FerMed®-Injektion hinsichtlich des Auftretens von
Nebenwirkungen beobachtet werden.
Milde allergische Reaktionen können mit Antihistaminika behandelt werden. Bei schweren anaphylaktischen Reaktionen
sollte sofort Adrenalin verabreicht werden.

Eine Einzeldosis darf 200 mg Eisen nicht übersteigen und sollte nicht öfter als drei Mal pro Woche verabreicht werden.

Infusion:
FerMed® sollte vorzugsweise als Infusion in folgenden Mischungsverhältnissen verabreicht werden:

1 ml Injektionslösung (entspricht 20 mg Eisen),

in 20 ml 0,9 % (m/V) Kochsalzlösung,

2,5 ml Injektionslösung (entsprechen 50 mg Eisen)

in 50 ml 0,9 % (m/V) Kochsalzlösung,

5 ml Injektionslösung (entsprechen 100 mg Eisen)

in 100 ml 0,9 % (m/V) Kochsalzlösung,

10 ml Injektionslösung (entsprechen 200 mg Eisen)

in 200 ml 0,9 % (m/V) Kochsalzlösung.

Diese Mischung wird unmittelbar vor der Infusion hergestellt und wie folgt infundiert:

100 ml

in mindestens 15 Minuten

200 ml

in mindestens 30 Minuten


Chemische und physikalische Stabilität der verdünnten Infusionslösung wurde für 24 Stunden bei 22±2 °C gezeigt. Aus
mikrobiologischer Sicht sollte die verdünnte Infusionslösung nach der Zubereitung sofort verwendet werden. Wird diese
nicht sofort verwendet, so obliegt die Verantwortung für die Lagerung der gebrauchsfertigen Lösung beim Anwender.

Intravenöse Injektion:
Die Ampullen sind nach Anbruch sofort zu verwenden.
FerMed® kann auch als langsame intravenöse Injektion mit einer Geschwindigkeit von höchstens 1 ml unverdünnter Lösung
pro Minute verabreicht werden. Dies entspricht 5 Minuten für eine Ampulle mit 5 ml Konzentrat. Pro Injektion dürfen
maximal 10 ml Injektionslösung (entsprechend 200 mg Eisen) gespritzt werden.

Lassen Sie den Patienten nach der Injektion – wenn möglich – den Arm ausstrecken und auf die Injektionsstelle drücken
um den paravenösen Reflux zu vermindern.

Injektion ins Dialysegerät:
Die Ampullen sind nach Anbruch sofort zu verwenden.
FerMed® kann direkt in den venösen Teil des Dialysegerätes gespritzt werden. Die Dosierung entspricht derjenigen bei
intravenöser Injektion oder Infusion.

Dosierung mit Einzel- und Tagesangaben
Übliche Dosierung:
5 - 10 ml FerMed® (100 - 200 mg Eisen) zwei- bis dreimal wöchentlich in Abhängigkeit des Hämoglobinspiegels.
 

Maximal verträgliche Einzeldosierung

 

Als Injektion:

10 ml FerMed® (200 mg Eisen) injiziert während mindestens 10 Minuten.

Als Infusion:

Wenn die klinische Situation es erfordert, kann die maximale Einzeldosis, welche einmal pro Woche verabreicht werden darf, auf 0,35 ml FerMed® pro kg Körpergewicht (entspricht 7 mg Eisen/kg KG) erhöht werden. Diese Einzeldosis soll insgesamt nie mehr als 10 ml FerMed® betragen (entspricht 200 mg Eisen oder 2 Ampullen mit 5 ml), gegeben über eine Dauer von mindestens 30 Minuten.

Kinder: Die Anwendung von FerMed® wurde bei Kindern nicht geprüft und wird daher bei Kindern unter 12 Jahren nicht
empfohlen.
 

Berechnung der Dosierung
Gesamteisendefizit in [mg] = Körpergewicht [kg] x (Soll Hb - Ist Hb) [g/l] x 0,24* + Reserveeisen [mg]
wobei
- bis 35 kg Körpergewicht der Soll Hb (Hämoglobin) bei 130 g/l und Reserveeisen bei 15 mg/kg liegt.
- ab 35 kg Körpergewicht der Soll Hb (Hämoglobin) bei 150 g/l und Reserveeisen bei 500 mg liegt.
 

*Faktor 0,24 = 0,0034 x 0,07 x 1000 (Eisengehalt des Hämoglobins 0,34%; Blutvolumen  7% des Körpergewichtes;
Faktor 1000 = Umrechnung von g in mg)
 

Die benötigte Menge FerMed® berechnet sich daraus wie folgt:
 

 Benötigte Menge FerMed® in [ml] =

Gesamteisendefizit [mg]
_______________________
20 [mg/ml]

 

 

 Benötigte Menge FerMed® in [ml]

Körpergewicht [kg]

Hb 60 [g/l]

Hb 75 [g/l]

Hb 90 [g/l]

Hb 105 [g/l]

30

48 42 37 32
35 63 57 50 44
40 68 61 54 47
45 74 66 57 49
50 79 70 61 52
55 84 75 65 55
60 90 79 68 57
65 95 84 72 60
70 101 88 75 63
75 106 93 79 66
80 111 97 83 68
85 117 102 86 71
90 122 106 90 74

 

 

Wenn die benötigte Menge die maximal verträgliche Einzeldosierung übersteigt, muss die Verabreichung aufgeteilt werden. Falls die hämatologischen Parameter nach 1 bis 2 Wochen Therapie nicht ansprechen, ist die ursprüngliche Diagnose zu überprüfen.

Berechnung der Dosierung zur Eisensubstitution nach Blutverlust und bei Eigenblutspende
Die benötigte Menge FerMed® zur Substitution des Eisendefizits wird mit folgenden Formeln berechnet:


Verlorene Blutmenge ist bekannt:
Die Verabreichung von 200 mg Eisen (entspricht 10 ml FerMed®) resultiert in einem Anstieg des Hämoglobins, welcher einer Bluteinheit (400 ml mit 150 g/l Hb) entspricht.

Berechnungsformel:
benötigte Eisenmenge [mg] = Anzahl verlorene Bluteinheiten x 200 mg oder
benötigte Menge FerMed® [ml] = Anzahl verlorene Bluteinheiten x 10 ml.


Hb-Gehalt ist reduziert:
Die Formel zur Berechnung des Gesamteisendefizits wird angewendet unter der Berücksichtigung, dass die Eisenspeicher nicht aufgefüllt werden müssen.
Berechnungsformel:
benötigte Eisenmenge [mg] = Körpergewicht [kg] x (Soll Hb - Ist Hb) [g/l] x 0,24

Beispiel:
Körpergewicht = 60 kg, Hb-Defizit = 10 g/l
=> benötigte Eisenmenge  150 mg
=> 7,5 ml FerMed® sollen verabreicht werden.
 

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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.