Eberhard Hartung, Pharmazeutische Entwicklung
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Abseamed®

Epo, Epoetin, biosimilar
Abseamed® - Epo, Epoetin, biosimilar

Abseamed® ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel. Nähere Informationen zu diesem Produkt entnehmen Sie bitte der Packungsbeilage.


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Gebrauchsinformationen

Abseamed 1.000 I.E./ 0,5 ml Injektionslösung in einer Fertigspritze
Abseamed 2.000 I.E./ 1 ml Injektionslösung in einer Fertigspritze
Abseamed 3.000 I.E./ 0,3 ml Injektionslösung in einer Fertigspritze
Abseamed 4.000 I.E./ 0,4 ml Injektionslösung in einer Fertigspritze
Abseamed 5.000 I.E./ 0,5 ml Injektionslösung in einer Fertigspritze
Abseamed 6.000 I.E./ 0,6 ml Injektionslösung in einer Fertigspritze
Abseamed 7.000 I.E./ 0,7 ml Injektionslösung in einer Fertigspritze
Abseamed 8.000 I.E./ 0,8 ml Injektionslösung in einer Fertigspritze
Abseamed 9.000 I.E./ 0,9 ml Injektionslösung in einer Fertigspritze
Abseamed 10.000 I.E./ 1 ml Injektionslösung in einer Fertigspritze
Abseamed 20.000 I.E./ 0,5 ml Injektionslösung in einer Fertigspritze
Abseamed 30.000 I.E./ 0,75 ml Injektionslösung in einer Fertigspritze
Abseamed 40.000 I.E./ 1 ml Injektionslösung in einer Fertigspritze


Epoetin alfa

 

1. WAS IST ABSEAMED UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?


Abseamed enthält Epoetin alfa, ein Hormon, das die Bildung der roten Blutkörperchen stimuliert. Epoetin alfa wird in einem speziellen gentechnologischen Verfahren hergestellt und wirkt in gleicher Weise wie das natürliche Hormon Erythropoetin.


Abseamed wird angewendet:

  • zur Behandlung eines Zustandes, bei dem sich aufgrund einer Nierenerkrankung eine zu geringe Anzahl roter Blutkörperchen oder eine zu geringe Menge Hämoglobin im Blut befindet (symptomatische Blutarmut):
    • bei Erwachsenen und Kindern, die sich einer regelmäßigen Blutwäsche (Hämodialyse, eine Behandlung zur Reinigung und Filterung des Blutes) unterziehen müssen
    • bei Erwachsenen, die sich einer Blutwäsche über das Bauchfell (Peritonealdialyse) unterziehen. Dabei handelt es sich um ein weiteres Verfahren, das die Funktion Ihrer Nieren ersetzt, wobei die Auskleidung der Bauchhöhle zur Filterung des Blutes verwendet wird.
  • zur Behandlung von schwerer symptomatischer Blutarmut (Anämie) aufgrund einer Nierenerkrankung bei Erwachsenen, die sich noch nicht einer Blutwäsche unterziehen müssen (als Injektion in eine Vene gegeben)
  • zur Behandlung von Blutarmut (Anämie) und Verminderung der Fremdblutgabe bei Erwachsenen mit soliden Tumoren, malignen Lymphomen und multiplem Myelom, die eine Chemotherapie erhalten und bei denen gemäß ärztlicher Einschätzung ein Risiko für eine Fremdblutgabe besteht
  • bei Patienten mit mittelschwerer Anämie, die sich einer Operation unterziehen müssen und zuvor Blut spenden, so dass ihnen während oder nach der Operation ihr eigenes Blut verabreicht werden kann (Eigenblutspende)
  • als Alternative zu einer Fremdblutgabe bei Erwachsenen vor einem großen orthopädischen Eingriff (an Knochen), wenn ein hohes Risiko für Komplikationen aufgrund Fremdblutgabe zu erwarten ist.

 

2. WAS MÜSSEN SIE VOR DER ANWENDUNG VON ABSEAMED BEACHTEN?

 

Abseamed darf nicht angewendet werden:

 

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Epoetin alfa oder einen der sonstigen Bestandteile von Abseamed sind
  • wenn Sie unter Behandlung mit irgendeinem Erythropoetin an Erythroblastopenie (ungenügende oder keine Bildung von roten Blutkörperchen) erkrankt sind
  • wenn Sie unter unzureichend kontrolliertem Bluthochdruck leiden
  • wenn Sie vor einer Operation Eigenblut spenden und
    • im letzten Monat vor Ihrer Behandlung einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall erlitten haben
    • wenn Sie an instabiler Angina Pectoris (erstmals auftretende oder verstärkte Brustschmerzen) leiden
    • die Gefahr einer Blutpfropfbildung in den Venen (tiefe Venenthrombosen) besteht – wenn bei Ihnen beispielsweise schon früher ein solcher Blutpfropf aufgetreten ist
  • wenn bei Ihnen keine angemessene Behandlung zur Vorbeugung einer Blutpfropfbildung (Thromboseprophylaxe) durchgeführt werden kann
  • wenn bei Ihnen ein größerer orthopädischer Eingriff vorgesehen ist und
    • Sie an schweren Durchblutungsstörungen des Herzens (koronare Herzkrankheit), der Arterien der Beine oder Arme (periphere arterielle Verschlusskrankheit), der Halsgefäße (vaskuläre Erkrankung der Karotiden) oder des Gehirns (zerebrovaskuläre Erkrankung) leiden
    • Sie vor Kurzem einen Herzinfarkt oder Schlaganfall hatten.


Wenn eine dieser Angaben auf Sie zutrifft oder zutreffen könnte, informieren Sie bitte sofort Ihren Arzt.

 

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Abseamed ist erforderlich:

Allgemein

Wenn Sie mit Abseamed behandelt werden, sollte Ihr Blutdruck engmaschig überwacht werden. Wenn Sie an Bluthochdruck (Hypertonie) leiden, muss gegebenenfalls mit einer blutdrucksenkenden Behandlung begonnen werden. Falls Ihr Blutdruck trotz der Einnahme von blutdrucksenkenden Arzneimitteln immer noch hoch ist, kann es notwendig sein, eine Bluthochdrucktherapie zu beginnen oder zu verstärken. Ist Ihr Blutdruck nicht kontrollierbar, sollte die Behandlung mit Abseamed beendet werden.

Wenn Sie mit Epoetin alfa behandelt werden, sollten Ihre Werte des roten Blutfarbstoffes (Hämoglobin) regelmäßig gemessen werden, bis ein stabiler Wert erreicht ist. Danach sollte in periodischen Abständen gemessen werden. Wenn der Hämoglobinwert über den angestrebten Bereich hinaus ansteigt, besteht ein mögliches Risiko für seltene thromboembolische Ereignisse (z.B. Herzinfarkt, Schlaganfall und Lungenembolie).

Alle anderen möglichen Anämieursachen, z. B. Eisenmangel, Auflösung der roten Blutkörperchen (Hämolyse), Blutverlust, Vitamin-B12- oder Folsäuremangel, sollten berücksichtigt und vor Beginn der Therapie mit Abseamed behandelt werden. Ihr Arzt wird gegebenenfalls Ihre Blutwerte kontrollieren, um festzustellen, ob zusätzlich die Einnahme von Eisen notwendig ist, damit Sie optimal auf Abseamed ansprechen.

Außerdem wird Ihr Arzt gegebenenfalls regelmäßige Blutuntersuchungen durchführen, um die Zahl der Blutplättchen während der ersten 8 Wochen der Behandlung regelmäßig zu kontrollieren.

Während der Behandlung mit Abseamed kann es innerhalb des Normbereiches zu einem leichten dosisabhängigen Anstieg der Blutplättchenzahl kommen, der sich bei weiterer Behandlung wieder zurückbildet.

Abseamed sollte mit besonderer Vorsicht angewendet werden, wenn Sie an Epilepsie oder chronischer Leberfunktionseinschränkung leiden.

Während der Behandlung mit Epoetin alfa kann es in seltenen Fällen zu einer Entwicklung von Antikörpern gegen Epoetin alfa und dadurch bedingt zu einer Verminderung der roten Blutkörperchen kommen. Dieser Zustand wird als Erythroblastopenie (PRCA) bezeichnet. Erythroblastopenie kann sich als plötzliche, schwere Blutarmut (Anämie) äußern. Symptome einer Anämie sind ungewöhnliche Müdigkeit, Schwindel und Atemnot. Wenn Sie unter diesen Symptomen leiden, teilen Sie dies bitte Ihrem Arzt sofort mit! Falls Sie unter Erythroblastopenie leiden, wird er Ihre Therapie mit Abseamed abbrechen und festlegen, wie Ihre Anämie am besten behandelt wird.

Falls Sie an Hepatitis C leiden und eine Behandlung mit Interferon und Ribavirin erhalten, sollten Sie hierüber mit Ihrem Arzt sprechen, da die Kombination von Erythropoese stimulierenden Wirkstoffen (ESAs) mit Interferon und Ribavirin in seltenen Fällen zu einem Wirkungsverlust und zur Entwicklung einer schweren Form der Anämie, einer sogenannten Erythroblastopenie (PRCA), geführt hat. ESAs sind nicht für die Behandlung einer mit Hepatitis C assoziierten Anämie zugelassen.

Patienten mit Nierenerkrankung Zur subkutanen Anwendung (Injektion unter die Haut) von Abseamed bei Patienten mit Nierenerkrankung liegen wenige Erfahrungen vor. Daher muss Abseamed durch Injektion in eine Vene (intravenös) gegeben werden, wenn Sie wegen einer Anämie aufgrund einer Nierenerkrankung behandelt werden.

Die Korrektur Ihrer Blutarmut kann zu gesteigertem Appetit und damit zu vermehrter Kalium- und Eiweißaufnahme führen. Bei erhöhten oder ansteigenden Kaliumspiegeln kann Ihr Arzt eine Unterbrechung der Behandlung mit Abseamed in Betracht ziehen, bis die Kaliumwerte wieder im Normbereich liegen.

Häufig ist im Rahmen der Abseamed-Therapie eine Erhöhung der Dosis eines bestimmten blutverdünnenden Arzneimittels (Heparin) während der Dialyse notwendig. Unzureichende Blutverdünnung durch Heparin (Heparinisierung) kann zu einem Verschluss des Dialysesystems führen.

 

Tumorpatienten

Tumorpatienten unter Erythropoetin-Behandlung haben ein erhöhtes Risiko von Blutpfropfbildung/Blutgerinnungsstörungen (thrombotische vaskuläre Ereignisse), insbesondere, wenn sie fettleibig (adipös) sind oder wenn in der Vergangenheit bereits thrombotische vaskuläre Ereignisse aufgetreten sind (z.B. eine tiefe Venenthrombose oder Lungenembolie). Dieses Risiko sollte gegenüber dem aus der Behandlung mit Epoetin alfa abgeleiteten möglichen Nutzen sehr sorgfältig abgewogen werden.

Falls Sie Krebspatient sind, bedenken Sie, dass Abseamed wie ein Wachstumsfaktor für Blutzellen wirken und unter gewissen Umständen den Tumor negativ beeinflussen kann. Abhängig von Ihrer persönlichen Situation ist eventuell eine Bluttransfusion zu bevorzugen. Bitte besprechen Sie dies mit Ihrem Arzt.

 

Patienten, die vor einer Operation Eigenblut spenden

Ihr Arzt wird die Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für Eigenblutspenden - insbesondere den Volumenersatz - berücksichtigen.
Patienten, bei denen ein orthopädischer Eingriff vorgesehen ist Wenn Ihnen eine größere orthopädische Operation bevorsteht, sollte vor Behandlungsbeginn mit Abseamed die Ursache Ihrer Anämie untersucht und entsprechend behandelt werden. Ihr Arzt wird dieses Risiko sorgfältig gegenüber den aus der Behandlung mit Epoetin alfa abgeleiteten Vorteilen abwägen. Sie sollten geeignete Maßnahmen zur Vermeidung von Blutpfropfbildung (Thromboseprophylaxe) erhalten, insbesondere wenn Sie an einer Herzkreislauf-Erkrankung leiden.

Wenn Ihre Werte des roten Blutfarbstoffs (Hämoglobin) zu hoch sind, sollten Sie Abseamed nicht erhalten, da ein erhöhtes Risiko für Blutpfropfbildung nach der Operation besteht.

 

Bei Anwendung von Abseamed mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden bzw. vor Kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Wenn Sie Ciclosporin (Mittel zur Unterdrückung des Immunsystems) während Ihrer Therapie mit Abseamed einnehmen, wird Ihr Arzt gegebenenfalls bestimmte Blutuntersuchungen anordnen, um die Blutspiegel von Ciclosporin zu messen.

Besondere Vorsicht ist geboten, wenn Sie andere Produkte anwenden, die die Bildung von roten Blutkörperchen stimulieren Abseamed gehört zu einer Gruppe von Produkten, die wie das menschliche Protein Erythropeotin die Bildung von roten Blutkörperchen stimulieren. Ihr Arzt wird stets dokumentieren, welches Produkt bei Ihnen angewendet wird.

 

Schwangerschaft und Stillzeit

Es liegen nur wenige Erfahrungen mit Epoetin alfa bei schwangeren oder stillenden Frauen vor. Daher sollte Abseamed bei Nierenpatientinnen nur dann in der Schwangerschaft angewendet werden, wenn der potentielle Nutzen das mögliche Risiko für das Baby überwiegt. Bei schwangeren und stillenden Patientinnen, die vor einer Operation Eigenblut spenden, wird die Anwendung von Epoetin alfa nicht empfohlen.

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

 

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Es wurde kein Einfluss von Epoetin alfa auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen beobachtet.

 

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Abseamed

Dieses Arzneimittel enthält Natrium, aber weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Fertigspritze, d.h. es ist nahezu „natriumfrei“.

 

 

3. WIE IST ABSEAMED ANZUWENDEN?

 

 

Allgemein

Ihr Arzt wird die richtige Dosis von Abseamed und die Behandlungsdauer für Sie festlegen. Die Dosis, die Sie erhalten, richtet sich nach Ihrem Körpergewicht in Kilogramm.
Abseamed Fertigspritze ist gebrauchsfertig. Die Lösung darf nur injiziert werden, wenn sie klar, farblos und frei von sichtbaren Partikeln ist. Abseamed ist ein steriles, aber unkonserviertes Produkt und ist nur zur einmaligen Anwendung bestimmt.
Dieses Arzneimittel darf nicht als intravenöse Infusion gegeben werden und darf nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.
Zu Beginn Ihrer Behandlung soll Abseamed unter der Aufsicht von erfahrenem Fachpersonal angewendet werden.

 

Dosierung


Erwachsene unter Hämodialyse

Die übliche Anfangsdosis ist 50 Internationale Einheiten (I.E.) pro Kilogramm Körpergewicht. Diese Dosis wird dreimal pro Woche durch Injektion in eine Vene (intravenös) gegeben. Nicht durch Injektion unter die Haut (subkutan) geben! Je nachdem, wie Ihre Blutarmut (Anämie) auf die Behandlung anspricht, kann die Dosis etwa alle vier Wochen angepasst werden, bis Ihr Zustand unter Kontrolle ist. Ihr Arzt wird gegebenenfalls regelmäßige Bluttests anordnen, um den Behandlungserfolg zu überprüfen und sicherzugehen, dass das Arzneimittel richtig wirkt und Ihr Hämoglobinwert einen bestimmten Wert nicht überschreitet. Sobald Sie gut eingestellt sind, werden Sie regelmäßige Dosen von Abseamed erhalten. Die empfohlene wöchentliche Dosis liegt zwischen 75 und 300 I.E. pro Kilogramm.

 

Erwachsene unter Peritonealdialyse

Die übliche Anfangsdosis ist 50 Internationale Einheiten (I.E.) pro Kilogramm Körpergewicht. Diese Dosis wird zweimal wöchentlich durch Injektion in eine Vene gegeben. Je nachdem, wie Ihre Anämie auf die Behandlung anspricht, kann die Dosis angepasst werden, bis Ihr Zustand unter Kontrolle ist. Ihr Arzt wird gegebenenfalls regelmäßige Bluttests anordnen, um den Behandlungserfolg zu überprüfen und sicherzugehen, dass das Arzneimittel richtig wirkt und Ihr Hämoglobinwert einen bestimmten Wert nicht überschreitet. Sobald Sie gut eingestellt sind, erhalten Sie regelmäßige Dosen von Abseamed zwischen 25 und 50 I.E./kg zweimal wöchentlich, verteilt auf zwei gleich große Injektionen.


Erwachsene mit Nierenerkrankung, die bisher keine Dialyse erhalten

Die übliche Anfangsdosis ist 50 Internationale Einheiten (I.E.) pro Kilogramm Körpergewicht. Diese Dosis wird dreimal pro Woche durch Injektion in eine Vene gegeben. Die Anfangsdosierung wird gegebenenfalls etwa alle vier Wochen von Ihrem Arzt angepasst, bis Ihr Zustand unter Kontrolle ist. Ihr Arzt wird gegebenenfalls regelmäßige Bluttests anordnen, um den Behandlungserfolg zu überprüfen und sicherzugehen, dass Ihr Hämoglobinwert einen bestimmten Wert nicht überschreitet. Wenn Ihr Zustand unter Kontrolle ist, erhalten Sie regelmäßige Dosen von Abseamed zwischen 17 und 33 I.E./kg dreimal wöchentlich. Die Dosierung sollte normalerweise 200 I.E. pro Kilogramm dreimal wöchentlich nicht überschreiten. Um sicherzustellen, dass Ihr Arzneimittel weiterhin gut wirkt, wird Ihr Arzt regelmäßige Blutuntersuchungen durchführen.

 

Kinder unter Hämodialyse

Die übliche Anfangsdosis ist 50 Internationale Einheiten (I.E.) pro Kilogramm Körpergewicht. Diese Dosis wird dreimal pro Woche durch Injektion in eine Vene gegeben. Je nachdem, wie die Anämie auf die Behandlung anspricht, kann die Dosis etwa alle vier Wochen angepasst werden, bis der Zustand unter Kontrolle ist. Um dies sicherzustellen und sicherzugehen, dass der Hämoglobinwert einen bestimmten Wert nicht überschreitet, wird der behandelnde Arzt regelmäßige Blutuntersuchungen durchführen.

 

Tumorpatienten

Die übliche Anfangsdosis ist 150 Internationale Einheiten (I.E.) pro Kilogramm Körpergewicht. Diese Dosis wird dreimal pro Woche durch Injektion unter die Haut (subkutan) gegeben. Alternativ kann Abseamed auch mit einer Initialdosis von 450 I.E./kg einmal wöchentlich durch Injektion unter die Haut gegeben werden. Je nachdem, wie Ihre Anämie auf die Behandlung anspricht, wird Ihr Arzt die Dosis anpassen. Er wird Ihren Hämoglobinwert bestimmen, um sicherzugehen, dass dieser einen bestimmten Wert nicht überschreitet. Nach Beendigung der Chemotherapie sollte die Behandlung mit Abseamed einen Monat lang fortgesetzt werden.

 

Erwachsene Patienten, die Eigenblut spenden

Die übliche Anfangsdosis ist 600 Internationale Einheiten (I.E.) pro Kilogramm Körpergewicht. Diese Dosis wird zweimal pro Woche durch Injektion in eine Vene (intravenös) gegeben. Abseamed wird Ihnen in den letzten drei Wochen vor Ihrer Operation verabreicht. Außerdem erhalten Sie vor und während der Abseamed-Behandlung Eisenpräparate, welche die Wirksamkeit von Abseamed steigern.

 

Erwachsene, bei denen ein orthopädischer Eingriff vorgesehen ist

Die empfohlene Dosis beträgt 600 Internationale Einheiten (I.E.) pro Kilogramm Körpergewicht. Diese Dosis wird einmal wöchentlich über drei Wochen vor der Operation und am Tag des Eingriffes durch Injektion unter die Haut (subkutan) gegeben. Wenn es notwendig ist, die Behandlungszeit vor der Operation zu verkürzen, kann eine Dosis von 300 I.E./kg an 10 aufeinanderfolgenden Tagen vor der Operation, am Tag des Eingriffes und weitere 4 Tage nach der Operation gegeben werden. Wenn vor der Operation bei einer Blutuntersuchung der Hämoglobinwert zu hoch ist, wird die Behandlung gestoppt werden. Es ist wichtig, dass Ihre Eisenspiegel während der gesamten Behandlung mit Abseamed normal sind. Falls notwendig, erhalten Sie Eisen zum Einnehmen, idealerweise bereits bevor die Behandlung mit Abseamed beginnt.

 

Anleitungen zur Injektion von Abseamed unter die Haut

Hinweis: Wenn Sie Abseamed aufgrund einer Nierenerkrankung erhalten, muss das Arzneimittel durch Injektion in eine Vene gegeben werden. Nicht durch Injektion unter die Haut (subkutan) geben!

Abseamed sollte nicht geschüttelt werden.

Die Menge, die an einer Stelle injiziert wird, sollte normalerweise einen Milliliter (1 ml) nicht übersteigen.
Die Injektionen werden vorzugsweise entweder in den Oberschenkel oder die vordere Bauchwand gegeben.

Zu Behandlungsbeginn wird Ihnen Abseamed von medizinischem Fachpersonal gegeben. Allerdings können Sie, wenn Ihr Arzt dies für angebracht hält, auch erlernen, wie Sie sich Abseamed selbst unter die Haut spritzen. Dies wird man mit Ihnen üben. Unter keinen Umständen sollten Sie versuchen, sich selbst zu spritzen, wenn Ihnen dies nicht gezeigt wurde.

Eine Anleitung zur Selbstinjektion von Abseamed finden Sie am Ende dieser Gebrauchsinformation.

 

Wenn Sie eine größere Menge von Abseamed angewendet haben, als Sie sollten
Informieren Sie sofort Ihren Arzt, wenn Sie glauben, dass zuviel Abseamed injiziert wurde.

 

Wenn Sie die Anwendung von Abseamed vergessen haben
Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eine Injektion vergessen oder zu wenig injiziert haben.
Injizieren Sie nicht die doppelte Dosis, wenn Sie die vorherige Dosis vergessen haben.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

 

4. WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann Abseamed Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Informieren Sie bitte sofort Ihren Arzt oder das Pflegepersonal, wenn eine der hier aufgeführten Nebenwirkungen bei Ihnen auftritt.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig (betrifft mehr als 1 Anwender von 10);
häufig (betrifft 1 bis 10 Anwender von 100);
gelegentlich (betrifft 1 bis 10 Anwender von 1.000);
selten (betrifft 1 bis 10 Anwender von 10.000);
sehr selten (betrifft weniger als 1 Anwender von 10.000).

 

Sehr häufige Nebenwirkungen

  • Grippeähnliche Symptome wie Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen, Fieber, Schwächegefühl, Müdigkeit und Benommenheit. Diese treten insbesondere zu Behandlungsbeginn auf. Wenn diese Symptome während der intravenösen Injektion auftreten, können sie möglicherweise in Zukunft durch eine geringere Injektionsgeschwindigkeit vermieden werden.

 

Häufige Nebenwirkungen

  • Blutdruckanstieg aufgrund einer Nierenerkrankung bei Tumorpatienten und bei Patienten mit symptomatischer Anämie. Kopfschmerzen, insbesondere plötzliche, stechende migräneartige Kopfschmerzen, Verwirrtheit oder Krampfanfälle können Warnsignale eines plötzlichen Blutdruckanstieges sein, der dringend behandelt werden muss. Ein erhöhter Blutdruck muss möglicherweise mit einigen anderen Arzneimitteln behandelt werden (oder es muss die Dosis von Arzneimitteln, die Sie bereits gegen Bluthochdruck einnehmen, angepasst werden).
  • Brustschmerzen, Atemnot, schmerzhafte Schwellungen in den Beinen, die ein Anzeichen für eine Blutpfropfbildung (Thrombose) sein können, Durchfall, Krämpfe.
  • Hautausschläge und Schwellungen im Bereich der Augen (Ödem), die durch eine allergische Reaktion hervorgerufen werden können.


Wenn Sie eine Hämodialyse erhalten:

  • In Ihrem Dialyse-Shunt kann es zur Blutpfropfbildung (Thrombose) kommen. Patienten mit niedrigem Blutdruck oder Komplikationen an den Fisteln sind eher davon betroffen.
  • Auch in Ihrem Hämodialysesystem kann es zur Blutpfropfbildung kommen. Möglicherweise erhöht Ihr Arzt während der Dialyse Ihre Heparindosis.

     

 

Sehr seltene Nebenwirkungen

  • Erythroblastopenie (PRCA)
    Erythroblastopenie bedeutet, dass nicht mehr genügend rote Blutkörperchen im Knochenmark gebildet werden können. Erythroblastopenie kann sich als plötzliche, schwere Blutarmut (Anämie) äußern. Die Symptome sind:
  • ungewöhnliche Müdigkeit,
  • Schwindel,
  • Atemnot.

Sehr selten wurde über das Auftreten einer Erythroblastopenie nach monate- bis jahrelanger Behandlung mit Epoetin alfa und anderen Mitteln, die bei Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz die Produktion der roten Blutkörperchen anregen, berichtet.

Wenn Sie sich einer Hämodialyse unterziehen, kann es insbesondere zu Behandlungsbeginn zu einem Anstieg kleiner Blutkörperchen (Blutplättchen, Thrombozyten) kommen, die normalerweise an der Bildung von Blutpfropfen beteiligt sind. Ihr Arzt wird dies überwachen. Blutpfropfbildung (thrombotische Ereignisse) in Blutgefäßen wie Durchblutungsstörungen des Herzens, Herzinfarkte, Hirnblutungen, Schlaganfall, vorübergehende Durchblutungsstörungen des Gehirns, tiefe venöse Thrombosen, arterielle Thrombosen und Blutgerinnsel in künstlichen Nieren wurden bei Patienten unter Erythropoetin-Behandlung berichtet.

Es können Hautrötungen, Brennen und Schmerzen an der Injektionsstelle auftreten. In seltenen Fällen wurde über schockähnliche allergische Reaktionen mit Kribbeln, Rötungen, Juckreiz, Hitzewallungen und beschleunigtem Puls berichtet.

Verständigen Sie sofort Ihren Arzt oder das Pflegepersonal, wenn eine dieser Nebenwirkungen bei Ihnen auftritt, oder wenn Sie während der Behandlung mit Abseamed andere Symptome bemerken. Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.


5. WIE IST ABSEAMED AUFZUBEWAHREN?

  • - Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
  • - Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Karton nach „EXP“ bzw. „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
  • - Kühl lagern und transportieren (2°C-8°C).
  • - Nicht einfrieren.
  • - Die Fertigspritze im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
  • - Sie können Abseamed aus dem Kühlschrank nehmen und bis zu 3 Tage bei Raumtemperatur (bis zu 25°C) aufbewahren. Wenn eine Spritze aus dem Kühlschrank genommen wurde und Zimmertemperatur erreicht hat (bis zu 25°C), muss sie entweder innerhalb von 3 Tagen verwendet oder aber verworfen werden.


Sie dürfen dieses Arzneimittel nicht anwenden,

  • wenn die Lösung trüb ist oder Partikel enthält
  • wenn die Versiegelung aufgebrochen ist
  • wenn die Lösung versehentlich eingefroren wurde.


Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen.

 

6. WEITERE INFORMATIONEN

 

Was Abseamed enthält

Der Wirkstoff ist Epoetin alfa.

  • Abseamed 1.000 I.E./0,5 ml Injektionslösung in einer Fertigspritze:
    1 Fertigspritze mit 0,5 ml Injektionslösung enthält 1.000 Internationale Einheiten (I.E.), entsprechend 8,4 Mikrogramm Epoetin alfa.
  • Abseamed 2.000 I.E./1 ml Injektionslösung in einer Fertigspritze:
    1 Fertigspritze mit 1 ml Injektionslösung enthält 2.000 Internationale Einheiten (I.E.), entsprechend 16,8 Mikrogramm Epoetin alfa.
  • Abseamed 3.000 I.E./0,3 ml Injektionslösung in einer Fertigspritze:
    1 Fertigspritze mit 0,3 ml Injektionslösung enthält 3.000 Internationale Einheiten (I.E.), entsprechend 25,2 Mikrogramm Epoetin alfa.
  • Abseamed 4.000 I.E./0,4 ml Injektionslösung in einer Fertigspritze:
    1 Fertigspritze mit 0,4 ml Injektionslösung enthält 4.000 Internationale Einheiten (I.E.), entsprechend 33,6 Mikrogramm Epoetin alfa.
  • Abseamed 5.000 I.E./0,5 ml Injektionslösung in einer Fertigspritze:
    1 Fertigspritze mit 0,5 ml Injektionslösung enthält 5.000 Internationale Einheiten (I.E.), entsprechend 42,0 Mikrogramm Epoetin alfa.
  • Abseamed 6.000 I.E./0,6 ml Injektionslösung in einer Fertigspritze:
    1 Fertigspritze mit 0,6 ml Injektionslösung enthält 6.000 Internationale Einheiten (I.E.), entsprechend 50,4 Mikrogramm Epoetin alfa.
  • Abseamed 7.000 I.E./0,7 ml Injektionslösung in einer Fertigspritze:
    1 Fertigspritze mit 0,7 ml Injektionslösung enthält 7.000 Internationale Einheiten (I.E.), entsprechend 58,8 Mikrogramm Epoetin alfa.
  • Abseamed 8.000 I.E./0,8 ml Injektionslösung in einer Fertigspritze:
    1 Fertigspritze mit 0,8 ml Injektionslösung enthält 8.000 Internationale Einheiten (I.E.), entsprechend 67,2 Mikrogramm Epoetin alfa.
  • Abseamed 9.000 I.E./0,9 ml Injektionslösung in einer Fertigspritze:
    1 Fertigspritze mit 0,9 ml Injektionslösung enthält 9.000 Internationale Einheiten (I.E.), entsprechend 75,6 Mikrogramm Epoetin alfa.
  • Abseamed 10.000 I.E./1 ml Injektionslösung in einer Fertigspritze:
    1 Fertigspritze mit 1 ml Injektionslösung enthält 10.000 Internationale Einheiten (I.E.), entsprechend 84,0 Mikrogramm Epoetin alfa.
  • Abseamed 20.000 I.E./0,5 ml Injektionslösung in einer Fertigspritze:
    1 Fertigspritze mit 0,5 ml Injektionslösung enthält 20.000 Internationale Einheiten (I.E.), entsprechend 168,0 Mikrogramm Epoetin alfa.
  • Abseamed 30.000 I.E./0,75 ml Injektionslösung in einer Fertigspritze:
    1 Fertigspritze mit 0,75 ml Injektionslösung enthält 30.000 Internationale Einheiten (I.E.), entsprechend 252,0 Mikrogramm Epoetin alfa.
  • Abseamed 40.000 I.E./1 ml Injektionslösung in einer Fertigspritze:
    1 Fertigspritze mit 1 ml Injektionslösung enthält 40.000 Internationale Einheiten (I.E.), entsprechend 336,0 Mikrogramm Epoetin alfa.

Die sonstigen Bestandteile sind Natriumdihydrogenphosphat-Dihydrat, Natriummonohydrogenphosphat-Dihydrat, Natriumchlorid, Glycin, Polysorbat 80, Salzsäure
(zur pH-Einstellung), Natriumhydroxid (zur pH-Einstellung), Wasser für Injektionszwecke.

 

Wie Abseamed aussieht und Inhalt der Packung

Abseamed ist eine klare, farblose Injektionslösung in einer Fertigspritze. Die Spritzen sind in einer
Blisterpackung versiegelt.

  • Abseamed 1.000 I.E./0,5 ml Injektionslösung in einer Fertigspritze
    Die Spritzen enthalten 0,5 ml (1.000 I.E.) Lösung.
  • Abseamed 2.000 I.E./1 ml Injektionslösung in einer Fertigspritze
    Die Spritzen enthalten 1 ml (2.000 I.E.) Lösung.
  • Abseamed 3.000 I.E./0,3 ml Injektionslösung in einer Fertigspritze
    Die Spritzen enthalten 0,3 ml (3.000 I.E.) Lösung.
  • Abseamed 4.000 I.E./0,4 ml Injektionslösung in einer Fertigspritze
    Die Spritzen enthalten 0,4 ml (4.000 I.E.) Lösung.
  • Abseamed 5.000 I.E./0,5 ml Injektionslösung in einer Fertigspritze
    Die Spritzen enthalten 0,5 ml (5.000 I.E.) Lösung.
  • Abseamed 6.000 I.E./0,6 ml Injektionslösung in einer Fertigspritze
    Die Spritzen enthalten 0,6 ml (6.000 I.E.) Lösung.
  • Abseamed 7.000 I.E./0,7 ml Injektionslösung in einer Fertigspritze
    Die Spritzen enthalten 0,7 ml (7.000 I.E.) Lösung.
  • Abseamed 8.000 I.E./0,8 ml Injektionslösung in einer Fertigspritze
    Die Spritzen enthalten 0,8 ml (8.000 I.E.) Lösung.
  • Abseamed 9.000 I.E./0,9 ml Injektionslösung in einer Fertigspritze
    Die Spritzen enthalten 0,9 ml (9.000 I.E.) Lösung.
  • Abseamed 10.000 I.E./1 ml Injektionslösung in einer Fertigspritze
    Die Spritzen enthalten 1 ml (10.000 I.E.) Lösung.
  • Abseamed 20.000 I.E./0,5 ml Injektionslösung in einer Fertigspritze
    Die Spritzen enthalten 0,5 ml (20.000 I.E.) Lösung.
  • Abseamed 30.000 I.E./0,75 ml Injektionslösung in einer Fertigspritze
    Die Spritzen enthalten 0,75 ml (30.000 I.E.) Lösung.
  • Abseamed 40.000 I.E./1 ml Injektionslösung in einer Fertigspritze
    Die Spritzen enthalten 1 ml (40.000 I.E.) Lösung.

Packungsgröße: 1 oder 6 Fertigspritzen mit oder ohne Nadelschutzsystem.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

 

Pharmazeutischer Unternehmer

Medice Arzneimittel Pütter GmbH & Co KG
Kuhloweg 37
D-58638 Iserlohn
Deutschland


Hersteller

Sandoz GmbH
Biochemiestr. 10
A-6250 Kundl
Österreich


Falls weitere Informationen über das Arzneimittel gewünscht werden, setzen Sie sich bitte mit dem
örtlichen Vertreter des Pharmazeutischen Unternehmers in Verbindung:


België/Belgique/Belgien
Eurocept B.V.
Tél/Tel: + 31-(0)35 5288377

Luxembourg/Luxemburg
Medice Arzneimittel Pütter GmbH & Co. KG
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Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf der Website der Europäischen
Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu/ verfügbar.

 

 


 

 

Anleitung zur Selbstinjektion

(für Patienten unter Chemotherapie, erwachsene Patienten, die vor der Operation Eigenblut spenden oder erwachsene Patienten, bei denen nur ein orthopädischer Eingriff vorgesehen ist)

Dieser Abschnitt enthält Informationen dazu, wie Sie sich selbst eine Injektion mit Abseamed geben.
Es ist wichtig, dass Sie nicht versuchen, sich selbst eine Injektion zu geben, wenn Sie keine spezielle Schulung von Ihrem Arzt oder dem Pflegepersonal erhalten haben. Abseamed ist mit oder ohne Nadelschutzsystem erhältlich und Ihr Arzt oder eine Pflegekraft wird Ihnen zeigen, wie dieses verwendet wird. Wenn Sie nicht genau wissen, wie Sie sich die Injektion geben sollen, oder wenn Sie irgendwelche Fragen haben, bitten Sie Ihren Arzt oder das Pflegepersonal um Hilfe.

1. Waschen Sie sich die Hände.
2. Entnehmen Sie eine Spritze aus der Packung und entfernen Sie die Schutzkappe von der Injektionsnadel. Die Spritzen sind mit Graduierungsringen versehen, so dass, falls nötig, die Abmessung von Teilmengen möglich ist. Jeder Graduierungsring entspricht einem Volumen von 0,1 ml. Falls eine Anwendung von Teilmengen nötig ist, die nicht benötigte Lösungsmenge vor der Injektion verwerfen.
3. Reinigen Sie Ihre Haut an der Injektionsstelle mit einem Alkoholtupfer.
4. Formen Sie eine Hautfalte, indem Sie die Haut zwischen Daumen und Zeigefinger zusammendrücken.
5. Stechen Sie die Nadel schnell und kräftig in die Hautfalte. Spritzen Sie die Abseamed Lösung wie von Ihrem Arzt angewiesen. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Fertigspritze ohne Nadelschutzsystem

6. Drücken Sie den Kolben langsam und gleichmäßig herab, ohne dabei Ihre Hautfalte loszulassen.
7. Wenn Sie die Flüssigkeit injiziert haben, ziehen Sie die Nadel heraus und lassen Sie die Haut los. Drücken Sie einen trockenen, sterilen Tupfer auf die Einstichstelle.
8. Verwerfen Sie nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial. Verwenden Sie jede Spritze nur für eine Injektion.

Fertigspritze mit Nadelschutzsystem
6. Ohne Ihre Hautfalte loszulassen, drücken Sie den Kolben langsam und gleichmäßig herab, bis die gesamte Dosis gegeben wurde und sich der Kolben nicht weiter herabdrücken lässt. Halten Sie den Kolben weiterhin gedrückt!
7. Wenn Sie die Flüssigkeit injiziert haben, ziehen Sie die Nadel mit weiterhin gedrücktem Kolben heraus und lassen Sie dann die Haut los. Drücken Sie einen trockenen, sterilen Tupfer auf die Einstichstelle.
8. Lassen Sie den Kolben los. Das Nadelschutzsystem schiebt sich schnell über die Nadel, um sie zu umschließen.
9. Verwerfen Sie nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial. Verwenden Sie jede Spritze nur für eine Injektion.

 

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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.