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Erschöpfungszustände

Was sind Erschöpfungszustände?

Die Ergebnisse der modernen Altersforschung zeigen: Es ist heute möglich, voller Vitalität sehr alt zu werden und dabei das Leben zu genießen. Tatsache aber ist auch: Millionen Deutsche fühlen sich in der zweiten Lebenshälfte - häufig schon mit 50 - ständig erschöpft. Schwächezustände rauben die Lebensfreude. Das muss nicht sein.

Erschöpfung, anhaltende Abgespanntheit, Vitalitätsverlust oder Schwächeperioden sind nur selten harmlose und vorübergehende Störungen der eigenen Befindlichkeit. Eine ungezielte Behandlung, ohne die Ursache zu kennen, ist daher falsch.

Warum ist der ärztliche Rat so notwendig?

Erschöpfung kann die Übergangsphase zu einer ernsthaften Erkrankung sein. Deshalb ist die ärztliche Untersuchung unbedingt notwendig. Sie soll eine organische (also körperliche) Ursache herausfinden oder sie ausschließen. Entsprechend der Ursache kann dann eine gezielte Behandlung erfolgen.

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Erschöpfungszustände können sehr vielfältig sein.

Jeder Mensch nimmt Erschöpfungszustände anders wahr und formuliert dies auch so.

Hier einige Beispiele aus der Praxis:

  • Ich fühle mich so schlapp und kaputt.
  • Ich weiß auch nicht so recht, was mit mir los ist.
  • Ich fühle mich in letzter Zeit nicht wohl.
  • Ich bekomme nichts mehr geschafft: Selbst einfache Arbeiten dauern unendlich lange.


Viele Menschen fühlen sich in dieser - nicht klar einzuordnenden - Situation äußerst unwohl. Sie können ihre persönliche Vorstellung von Lebensfreude, Kraft und Aktivität nicht mit der aktuellen Befindlichkeit in Einklang bringen. Auf Dauer leidet darunter auch die Psyche - also das seelische Befinden - sehr stark. Dieser "Zustand" führt zu noch mehr Unzufriedenheit. Das kommt in diesem Moment natürlich völlig ungelegen und verschärft die persönliche unbefriedigende Befindlichkeitslage.

 

 

 

 

Was aber genau ist Erschöpfung?

Erschöpfung ist ein Zustand, der durch eine dauerhafte und ungewohnte Beanspruchung des Körpers entsteht. Er führt zu einer eingeschränkten Leistungsfähigkeit mit körperlichen und seelischen Störungen.

Das heißt, Erschöpfung zeigt sich häufig mit "zwei Gesichtern":

Körperliche Signale:
z.B. Schlafstörungen, Appetitstörungen, Energielosigkeit, Kraftlosigkeit, rasche Ermüdung oder eingeschränkte Leistungsunfähigkeit.

Seelische Signale:
z.B. Unvermögen, mit alltäglichen Aufgaben und bisher problemlos bewältigten Schwierigkeiten fertig zu werden oder die Unfähigkeit, sich zu den Alltagsverrichtungen "aufzuraffen".

Die daraus entstehende Überforderung des Körpers oder auch der Seele kann für den Betroffenen tatsächlich bestehen oder als solche "nur" empfunden und erlebt werden.

Das Ergebnis: Der Erschöpfungszustand, bleibt in beiden Fällen gleich und für den Betroffenen sehr belastend.

 

 

 

Häufige Erschöpfungsursachen

  • Körperliche Überlastung
  • Nicht abgeschlossene Rekonvaleszenz
  • Lange Krankheitsphasen
  • Biologisches höheres Alter
  • Vitamin-Mangel
  • Überlastung des Nervensystems
  • Seelische Überlastung
  • Persönliche Vereinsamung

 

Wichtig dabei ist: Treffen zwei oder mehrere Ursachen gleichzeitig zusammen, verstärkt sich die Erschöpfung. Jedem von uns sicherlich sehr gut vorstellbar ist eine Situation, in der zu einer lang dauernden körperlichen Überlastung (z.B. Hausbau) auch noch eine anhaltende seelische Überlastung hinzukommt (z.B. Beziehungsprobleme). Hier ist die Erschöpfung „vorprogrammiert“.

Ob diese Gründe nun alleinig oder aber auch zusammen einen Erschöpfungszustand verursachen, allen gemeinsam ist sehr häufig der Mangel an Vitaminen: Etwas was wir gar nicht spüren, die eigene Abwehrkraft und Vitalität jedoch stark beeinflussen kann.

 

Erschöpfung und Vitamin-Mangelzustände

Die Ursachen dafür sind unterschiedlich:

Unzureichende Ernährung
Unser Speiseplan ist heute oft geprägt von Fertiggerichten und einer sehr einseitigen Ernährung. Häufig fehlt frisches Obst und Gemüse. Der Körper erhält so nicht die für ihn notwendigen Vitamine.

Kauprobleme
Häufig muss vitaminreiche Kost - z.B. frisches Obst und Gemüse oder auch Vollkorn-Produkte - gut zerkaut und zerkleinert werden. Zahnverlust, schlecht sitzende Prothesen oder auch entzündetes Zahnfleisch lassen den Betroffenen oft von diesen Lebensmitteln Abstand nehmen. Er kann sie im wahrsten Sinne des Wortes nicht "bewältigen".

Probleme im Magen-Darm-Trakt
Bei Erkrankungen im Magen-Darm-Bereich kann der Körper häufig zugeführte Vitamine nicht richtig aufnehmen und verwerten. Darüber hinaus können Krankheiten der Leber deren Speicherfunktion für die B-Vitamine deutlich beeinträchtigen. Es kommt zu einer Unterversorgung mit B-Vitaminen.

Manche Medikamente können Vitamine inaktivieren
Bestimmte medizinische Behandlungsverfahren, manche Medikamente und Belastungen durch Umweltgifte können die Prozesse im Körper so stören, dass die Vitamin-Aufnahme und auch die Vitamin-Verwertung beeinträchtigt werden. Die Folge ist immer die gleiche: ein Vitamin-Mangel.

Sind die Ursachen für den Vitamin-Mangel bekannt, kann gezielt gehandelt werden. Manche dieser Ursachen sind häufig leider nur sehr schwer oder gar nicht zu beeinflussen.